Datenbankdesign - Herzstück einer datenbankbasierten Softwarelösung

Das Datenbankdesign ist das Herzstück einer datenbankbasierten Softwarelösung. Das Datenbankdesign wird als Plan der Datenbank dargestellt und als ERM (Entity Relations Model, auf Deutsch etwa „Gegenstand-Beziehungs-Modell") bezeichnet. Eine Entität ist ein eindeutig identifizierbares Objekt. Hier ist der Businesscase abgebildet und festgelegt. Die Investition in das Datenbankdesign bringt Zinsen und Zinseszinsen.

Datenbankdesign

Jeder Fehler, der hier gemacht wird, potenziert sich in jeder Ebene. In der Applikation ist ein Designfehler der Datenbank nur mit großem Aufwand wieder gutzumachen. Wobei das Wort gutmachen selbst fehl am Platz ist, zumal Designfehler in Datenbanken im Endeffekt gar nicht gutzumachen sind. Oft wird das Datenbankdesign unterschätzt und erhält viel zu wenig Aufmerksamkeit. Das Ergebnis ist eine Software, die immer wieder zu Fehlern und unrundem Laufen führt. Man zahlt einfach einen sehr hohen Preis für einen Designfehler in der Datenbank.

Für einen Softwareentwickler sollte das Datenbankdesign der Bauplan der Software sein – so wie der Plan des Architekten die Basis für den Maurer ist. Viele Programmierer unterschätzen die Wichtigkeit eines ERMs und investieren in dieses nur wenig Zeit. Diese Vorgehensweise rächt sich jedoch und macht die Softwareentwicklung aufwändig und teuer.

Die Erstellung eines ausgereiften ERMs erfordert viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen in das Softwareprojekt. Sie erfordert ebenfalls eine enge Zusammenarbeit zwischen Business Analyst und Softwarearchitekt. Im Implementierungsprozess muss die Richtigkeit des Datenbankmodells einer fortlaufenden Prüfung unterzogen und das Modell deshalb auch verändert werden.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass man bei der Implementierung wahrnimmt, ob das ERM Fehler enthält oder nicht. Oft stand man bei der Programmierung plötzlich vor fast unlösbaren Problemen. Bei genauerer Analyse gingen diese auf Fehler im ERM zurück. Wurden die Fehler im Datenbankmodell behoben, wurde auf Seiten der Applikation auch eine problemlose Umsetzung möglich.

Autor dieses Artikels

Gerold Kumpfhuber ist Geschäftsführer von appsystems und Experte für Konzeption und Suchmaschinenoptimierung

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